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Lootboxen – Ist das noch Gaming oder schon Glückspiel?

von Apr 22, 2021Finanzbildung, Tipps für Schüler*innen, Unterrichtsmaterial

Standard-Optik im Multiplayer-Game? Das ist nur was für absolute Anfänger, oder?
Wer im Onlinespiel auffallen und seinen Status unter Beweis stellen will braucht doch ein einzigartiges Outfit und die beste Ausrüstung, die Das Game herzugeben hat.
Doch diese Gegenstände zu bekommen ist meistens gar nicht so einfach und führt nicht selten auch über das Lootboxen-System.

Für die auffälligsten Skins und Optiken kommt man bei Fortnite & Co. selten um Lootboxen herum.

Was genau sind eigentlich Lootboxen?

Lootboxen - man weiß nie was man bekommt? E-Sport Schulliga powered by Bank Austria.  Source: gifer.com

Lootboxen (vom englischen „loot“ = Beute) sind quasi die Wundertüten des Videospielens. In vielen Games können in der ein oder anderen Form solche Gegenstände freigeschaltet, erspielt oder erworben werden, teilweise auch unter Einsatz von echtem Geld.

Je nach Spiel erlauben einem die Inhalte solcher Lootboxen neue Charaktere und Level freizuschalten oder geben Einem neue Kostüme und Gegenstände, die das Spielgeschehen beeinflussen.
Eines haben alle Lootboxen aber gemeinsam, man weiß vorher nie was drinnen steckt, eben ganz genau wie bei Wundertüten. Das ist der wichtigste Unterschied zu allen anderen Formen von In-Game und In-App Käufen.

Wie Lootboxen aussehen ist von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Manchmal kommen sie als Schatztruhen voller Gold und Gegenstände vor, bei anderen Games sind es Kartenpacks, die eher an Sammelkarten erinnern.

Beispiele für Lootboxen bei Overwatch – Fortnite – Rocket League

In manchen Fällen kann man nachschauen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist das Goodie, auf das man es abgesehen hat, tatsächlich zu bekommen. Das hilft zwar bei der Einschätzung der Chancen, ändert aber meistens nichts daran, dass man für die richtig guten Gewinne oft zahlreiche Boxen öffnen muss, bis man einen Volltreffer landet.

Was muss man bei Lootboxen beachten?

Lootboxen sind im Gaming ein relativ neues Phänomen, haben in den letzten Jahren aber für einigen Wirbel in der Spieleindustrie gesorgt. Der Vergleich zum Glückspiel, das europaweit sehr strengen Auflagen reguliert wird, liegt hier nahe. Denn ähnlich wie bei Glückspiel ist es dem Zufall überlassen, wann und ob man den Gegenstand bekommt, auf den man spekuliert hat. Wegen genau dieser Parallelen haben bereits einige Länder beschlossen, Lootboxen auch exakt wie Glückspiele zu behandeln und streng zu reglementieren, oder gleich ganz zu verbieten. Beste Bespiele dafür sind Belgien, die Niederlande oder China.

Die Gefahr ist groß, dass man rasch unglaublich hohe Summen in Lootboxen investiert, wenn man unbedingt einen bestimmten, seltenen Gegenstand haben möchte. Im Gegensatz zu üblichen In-Game Käufen, bei denen man einmal bezahlt und dann direkt sein Loot hat, kann es bei Lootboxen schonmal passieren, dass man auch nach duzenden Versuchen leer ausgeht … und im schlimmsten Fall auch das ganze Ersparte futsch ist.

Direktkauf statt Lootbox

Viele Spielehersteller haben außerdem auf die drohenden Regulierungen durch die EU reagiert und die Möglichkeit eingebaut alle Gegenstände auch direkt kaufen zu können. Wägt also gut ab, ob und wie viel euch ein neues Item wert ist und kauft es je nachdem lieber direkt, auch wenn es auf den ersten Blick mehr kostet als 10 Lootboxen. Immerhin wisst ihr dann, dass ihr es am Ende fix haben werdet, was im anderen Fall nicht unbedingt sicher ist; Ganz nach dem Motto „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“.

Überblick behalten

Um ganz sicher zu gehen, dass ihr nicht mehr ausgebt, als ihr euch eigentlich leisten könnt, führt am besten ein Geldtagebuch, um eure Ausgaben immer im Blick zu behalten und


Credits Titelbild: Overwatch Lootbox


Dieser Artikel ist im Rahmen des Sponsorings dieser Website durch die Unicredit Bank Austria AG entstanden.